Wirtschaftsgeschichte der Stadt

Salz war das wichtigste Handelsgut des Mittelalters bis zur Neuzeit. Das große Salzprivileg war über 250 Jahre gültig und begründete den wirtschaftlichen Aufschwung Münchens zur überregionalen Handelsstadt im 14. und 15. Jahrhundert. Das Zentrum des Salzhandels war der heutige Promenadeplatz mit vier Salzstadeln. Heute noch bekannte Namen alteingesessener Handelsfamilien leiten sich vermutlich vom Salzhandel ab. Dann verlor das weiße Gold – wie es damals genannt wurde – aber an Wert, weil es für das Haltbarmachen von Lebensmitteln nicht mehr nötig war. Die Industrialisierung nahm ihren Lauf, München wurde Residenzstadt und Ludwig I zeichnete einige ausgewählte Betriebe als ‘Königlich Bayerischer Hoflieferant‘ aus. Trotz schwieriger Zeiten in und nach der Revolution von 1918 konnten sich die wichtigsten Wirtschaftsstrukturen gegen die gewaltigen Umwälzungen durch die Industrialisierung behaupten. Heute ist München eine boomende Wirtschaftsmetropole mit weltweit bekannten Unternehmen und einem erfolgreichen internationalen Messeplatz.

Der Rundgang führt vom Isartor, dem für den Wohlstand der Stadt so bedeutenden Stadttor, entlang an noch heute bestehenden Königlichen Hoflieferanten-Läden über den Hofgarten mit dem Tellus Bavarica (bayerische Erde) bis zum einstigen Zentrum des Salzhandels am Promenadeplatz.


"Tellus Bavarica", Allegorie der bayerischen Erde.