Stadtteilspaziergänge

Von den insgesamt 25 Stadtteilen der bayerischen Landeshauptstadt stelle ich Ihnen exemplarisch drei besonders typische vor:

Lehel

Wenn Sie durch's Lehel (sprich Lächel) gehen, heute eines der teuersten Wohnviertel Münchens, werden Sie kaum glauben, dass dies das ehemalige Armenhaus vor den Toren der Stadt war. Enge Herbergshäuser ohne Kanalisation und Strom prägten damals die älteste hochwassergefährdete Vorstadt. Wie es zu diesem Wandel kam, erfahren Sie bei einem kurzweiligen Spaziergang.


Der St. Anna Platz im Lehel

Haidhausen

Auch dieses ehemalige Dorf ist viel älter als die Residenzstadt. Einst war es ein wichtiger Ort für das Brauereigewerbe. Auf den Isarhöhen gelegen, gab es im Fels über 50 Keller, wo das frisch gebraute Bier bis zur Erfindung des Kühlaggregats durch Carl von Linde in den Siebzigerjahren des 19. Jahrhunderts kühl lagerte. Straßennamen deuten noch heute darauf hin. Aber auch Handwerker, Ziegelbrenner und Tagelöhner wohnten hier auf engstem Raum. Einige Handwerkerhäuschen, die sich meist mehrere Familien teilten, sind erhalten. Heute ist Haidhausen eine äußerst beliebte Wohngegend. Cafés, Restaurants und Innenhöfe laden zum Verweilen ein.


Der Kriechbaumhof in Haidhausen

Kunstareal

Das Kunstareal in der Maxvorstadt ist ein außergewöhnlicher Anziehungspunkt der bayerischen Landeshauptstadt. Hier befinden sich die weltweit bekannten Pinakotheken, der hochmoderne Bau der Sammlung Brandhorst, viele renommierte Galerien und sechs Hochschulen. Der nüchtern anmutende Bau des Ägyptischen Museums und die Hochschule für Film und Fernsehen sowie das im Mai 2015 eröffnete NS-Dokumentationszentrum sorgen für weitere architektonische Highlights. Auf dem Spaziergang durch das Kunstareal erfahren Sie Wissenswertes über die Entstehungsgeschichte der einzelnen Bauten und deren Architekten. Auch der Skulpturenpark im Kunstareal verdient Beachtung.


Das Ägyptische Museum und die Hochschule für Film und Fernsehen